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Frühlingsdiät für die Fleischesser
29.03.2014 09:17

Liebe Leserinnen und Leser,

"na endlich!" werden jetzt Viele sagen, "das wird aber auch Zeit, dass wir Fleischesser mal zu Wort kommen".
Richtig. Schließlich sind wir nicht alle und/oder nicht nur Sammler. Wir sind auch Jäger. Auf die eine oder andere Art wohl noch immer. Die "wirklich richtigen" Jäger haben es natürlich gut bei der Kalorienreduktion, denn Wildfleisch ist mager.
Wenn man den Speckmantel, die Speckstreifen im Rehrücken und den dritten buttergeschwenkten Knödel dazu weg lässt ...

Ich schlage Ihnen heute etwas anderes vor:

Das Kaninchen

In den letzten 50 Jahren ist das feine weiße Kaninchenfleisch in Österreich kaum noch auf einem Tisch zu finden.

Erst mit einem gewissenTrend zur mediterranen Küche hat das Kaninchen sein verdientes Comeback und wird auch immer beliebter.

Zu Ostern natürlich besonders. Für eine kalorienreduzierte Diät ist es bestens geeignet!

Das sollten Sie über Kaninchenfleisch wissen:

Noch bei unseren Großeltern galt Kaninchenfleisch als Delikatesse, ganz besonders, wenn es „echt“ war: Wildes Kaninchen hat ein besonders aromatisch-würziges Fleisch, ist aber immer seltener im Angebot. Das Gros der Kaninchen kommt am Mittelmeer wie bei uns nur noch selten von der freien Wildbahn, sondern überwiegend aus der Zucht.

Solche Hauskaninchen unterscheiden sich von der wilden Variante vor allem dadurch, dass ihr Fleisch eine sehr viel hellere Farbe und einen sehr dezenten Geschmack hat.  Das macht es auch bei Kindern beliebt, nicht zuletzt, weil es so schön mager und dabei zart ist.

Mit der Fülle an fleischlichen Genüssen, die ab Beginn der 60iger Jahre zur Wahl standen, geriet das Kaninchenfleisch zunehmend in Vergessenheit. Wieder entdeckt wurde es erst in den letzten Jahren, nachdem Fans der mediterranen Küche es in Spanien, Italien, Griechenland oder Frankreich geschmort, gegrillt oder gebraten gekostet hatten.

Geschmack: Geschmacklich erinnert das Kaninchenfleisch mehr an Huhn als an Hase. Wildkaninchen schmecken intensiver und würziger.

Saison: Frisches Kaninchenfleisch bekommt man beim Fachhändler das ganze Jahr über. Kaninchen in Teilstücken wird auch häufig tiefgekühlt angeboten.
Mein Credo: Wenn ich Fleisch essen will muss ich es auch selbst heranziehen und schlachten können. Also Selbstversorgung. Nunja, geht nicht immer ...

Wie gesund ist eigentlich Kaninchenfleisch?

Für alle, die gern gut und dabei fettarm genießen, ist Kaninchenfleisch buchstäblich ein „gefundenes Fressen“, denn es enthält weniger Kalorien als Hähnchenfleisch oder Putenfleisch, ist aber ebenso reich an Proteinen und B-Vitaminen. Beim Eisen übertrifft Kaninchenfleisch die geflügelte Konkurrenz mit 3,5 g pro 100 g sogar um fast das Doppelte. Auch sein Gehalt an muskel- und nervenstärkendem Magnesium (29 mg) kann sich durchaus sehen lassen.

Als ich in Italien lebte lernte ich dieses Fleisch sehr zu schätzen. Die Italiener verwenden es besonders gerne als schonende Kost und empfehlen es speziell für Kinder.

Das Rotwein-Kaninchen. So habe ich es von den Bauern in der Provinz Venedig  gelernt:





 

1 Kaninchen

 

2 Zweige Rosmarin

1 Zweig Thymian

4 Zehen Knoblauch, oder auch mehr, je nach Vorlieben

Salz und Pfeffer

Olivenöl

1 rote, große Gemüsezwiebel

2 Karotten

2 Stangen Stangensellerie

1 Zweig Rosmarin

1 EL Tomatenmark

200 ml Brühe

1 Flasche Rotwein, zB Valpolicella, ein dunkler burgenländischer  Rotwein ist aber auch toll

3 Lorbeerblätter

Salz und Pfeffer

Kaninchen zerteilen, abbrausen und trocken tupfen. Die Hälfte des Rosmarins, Thymian mit dem Knoblauch, Pfeffer und Salz hacken. Mit dem Olivenöl vermischen. Damit dann das Fleisch sorgfältig bestreichen, zugedeckt 3-4 Stunden ziehen lassen.

Fleisch von allen Seiten gut anbraten. Fein gehackte Zwiebel dazugeben und rösten lassen. Mit einem halben Glas Wasser ablöschen und unter ständigem Rühren weiter rösten. Wieder Wasser dazugeben und so weiter verfahren, bis die Zwiebeln eine dunkle Farbe angenommen haben. Darauf achten, dass Zwiebeln und Fleisch nicht verbrennen, sondern immer feucht bleiben. Am besten geht das für dieses Rezept in einer großen Kasserolle.

Karotten und Sellerie fein hacken und mit den Lorbeerblättern und dem Rosmarinzweig dazugeben. Eine Minute anbraten lassen, Tomatenmark dazugeben und mitrösten. Mit der Brühe ablöschen und sie fast vollständig verdampfen lassen. Die volle Flasche Rotwein eingießen, rühren und zugedeckt für circa 20 Minuten leise köcheln.

Fleisch, Lorbeer und Rosmarin entfernen, die gesamte Soße mit dem Stab sehr fein pürieren und abschmecken. Damit das Fleisch bedecken und zugedeckt im auf 180° vorgeheizten Backofen noch 20 Minuten ziehen lassen.

Dieses Gericht ist perfekt, wenn die an sich weiße Farbe des Fleisches sich in ein dunkles Rostbraun verwandelt hat.

Erinnern Sie sich an die Weindiät? Also wer das Rotwein-Kaninchen in eine Frühlingsdiät einbauen möchte, nehme es am besten abends,  mit Salat und einem Glas Rotwein, zu sich.

Morgen gehts weiter mit dem Kaninchen, dann aber extra schonend zubereitet, für die Frühlingsdiät genauso wie für Kinder.

Prost, Mahlzeit und einen sonnig warmen locker leichten Samstag,

Ihre Heidi

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