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Kohlsuppe im Frühling!
26.03.2014 07:55

Liebe Leserinnen und Leser,

da ist sie, die Kohlsuppe, der Abnehm-Klassiker, die Vitaminbombe!

Die kommt uns jetzt gerade recht, denn:

  • es gibt bereits frische kleine Weißkraut-Angebote
  • es gibt noch sehr viel Winter(grün)kohl
  • es gibt bereits soooo viele wunderbare Frühlingskräuter, die das alles doppelt aufpäppeln (vitamintechnisch)
  • es gibt für unseren Organismus jetzt viel zu tun, sozusagen Frühjahrsputz, da brauchen wir Unterstützung

also nichts wie ran an den "Kohl"!

Die Basis der klassischen Kohlsuppe ist eigentlich das  Weißkrautl.
Außerdem benötigen Sie ein Kilo Karotten, etwa sechs mittelgroße Zwiebeln, zwei Paprika, eine Selleriestange sowie entweder sechs bis acht frische Tomaten oder zwei Dosen mit geschälten Tomaten. Zum Würzen kommen Petersilie, Schnittlauch und andere frische Kräuter zum Einsatz. Wer keinen eigenen Kräutergarten hat, bekommt jetzt viele Kräutertöpfchen frisch beim Gärtner, aber auch im Lebensmittelhandel. Man kann auch  zu Kräutern aus dem Tiefkühlbereich greifen. Abgeschmeckt wird die Kohlsuppe mit Salz, Pfeffer und edelsüßem Paprika-Pulver. Gegebenenfalls lässt sich der Geschmack auch mit gekörnter Gemüsebrühe abrunden.

Was man also braucht:


1 Kopf Weißkraut, l

1 kg Karotten,

6 Zwiebeln

Paprika

, 1 Stange Sellerie,

8 geschälte Tomaten,

Kräuter wie beschrieben,

für die Abwechslung auch Gewürze wie Chili, Curry, Kümmel
















...

Zunächst werden die Zwiebeln geschält, in halbe Ringe geschnitten und in einem großen Topf in sehr wenig Öl angebraten. Sobald sie goldbraun sind, gießt man etwa fünf Liter Wasser auf. Dann wird das  in nicht zu große Stücke geschnittene Weißkraut oder wahlweise der Grünkohl in die Flüssigkeit gegeben. Die geschälten und in mundgroße Stücke zerkleinerten Karotten werden ebenfalls hinzugefügt. Nachdem das Gemüse einmal kurz aufgekocht ist, reduziert man die Hitze und lässt die Suppe 10 Minuten sanft köcheln. Wer frische Tomaten verwenden möchte, kann diese währenddessen mit kochendem Wasser übergießen und häuten. Dann werden die in Streifen geschnittenen Paprika in die Suppe gegeben und nach weiteren fünf Minuten die grob gehackten Tomaten. Ganz zum Schluss gibt man die frischen Kräuter hinzu und schmeckt die Kohlsuppe mit den Gewürzen ab. Wer zu Blähungen neigt, kann auch gerne etwas Kümmel dazu geben, da dieser nicht nur den Geschmack abrundet, sondern auch eine beruhigende Wirkung auf den Magen-Darm-Trakt hat.

Die Suppe kann warm oder kalt verzehrt werden und lässt sich problemlos portionsweise aufwärmen. Im Kühlschrank ist sie mehrere Tage lang haltbar und kann daher auf Vorrat gekocht werden. (Das angegebene Rezept reicht im Normalfall für mehrere Tage, für eine fastende Person häufig für die ganze Fastenwoche.)

Rezeptvariationen sind erwünscht!

Tagein, tagaus Kohlsuppe klingt zunächst langweilig, aber das muss es nicht sein. Mit ein wenig Fantasie und ganz nach eigenem Geschmack kann man die Suppe auf unzählige Arten und Weisen abändern. Zahlreiche Varianten des Rezepts sind bekannt, welche sich vornehmlich durch die genauen Mengenverhältnisse zwischen den Gemüsesorten, durch Weglassen oder Hinzufügen einzelner Gemüse und durch die verwendeten Kräuter und Gewürze unterscheiden. Einige Kohlsuppen-Rezepte empfehlen Gemüsebrühe statt Wasser, gehäutete Tomaten aus der Dose oder verwenden Instant-Zwiebelsuppe anstelle der frischen Zwiebeln. Mit etwas Knoblauch schmeckt die Brühe besonders kräftig und Peperoni verleihen ihr eine gewisse Schärfe. Wer es gerne deftig mag, kann sie mit kleinen Rübchen oder am Kartoffeltag auch einer großen Kartoffel zu einem Eintopf ausbauen. Am Fleischtag machen sich in der Suppe auch gebratene Putenstreifen gut. Ein herbstliches Sonntagsessen wird sie, wenn man frische oder getrocknete Waldpilze hinzufügt, und mit kleinen Apfelstückchen, Zimt, Nelken und Kardamom kommt eine weihnachtliche Stimmung auf. Mediterran wird es, wenn man passierte Tomaten verwendet und die Suppe mit Basilikum, Thymian, Oregano und anderen italienischen Kräutern abschmeckt. Auch die Freunde der exotischen Küche müssen nicht zu kurz kommen. Mit Curry, Garam Masala oder Ingwer bekommt Ihre Kohlsuppe einem ganz besonderen Pep. Ein ideale Ergänzung zu dem üblichen Gemüse sind auch Mu-Err-Pilze, Bambussprossen und frische Keimlinge, die zudem besonders vitaminreich sind. Selbst eine Annäherung an die japanische Küche ist möglich, wenn man die Brühe mit Wasabi-Paste abschmeckt. Und da das Auge auch mitisst, kann man die Suppe gelegentlich auch gerne mit einem Pürierstab fix in eine magische Cremesuppe verwandeln. Von der Verwendung irgendwelcher Fix-Produkte zum Abschmecken ist allerdings abzuraten, da diese häufig Glutamat und andere künstliche Zusatzstoffe enthalten.

Jetzt im Frühling mit Wildkräutern aufpäppeln!

Die eifrigen LeserInnen können das mittlerweile gut auswendig aufsagen, gell? Bärlauch, Brennesselblätter, Löwenzahnblättchen sind nicht mehr lange zart genug, aber es kommen noch Giersch, Gundermann und viele junge Baumblättchen (s.a.Smoothie-Rezepte).

Ganz egal, ob die magische Kohlsuppe nur die klassischen Zutaten enthält oder nach eigenem Geschmack abgewandelt wird, man sollte auf jeden Fall darauf achten, dass die Vitamine und die anderen wichtigen Inhaltsstoffe beim Kochen erhalten bleiben. Das gilt besonders bei frischen Kräutern und sehr feinem Gemüse. Am sinnvollsten ist es deshalb hitzeempfindliche Zutaten erst gegen Ende der Garzeit hinzuzufügen und nur kurz zu erwärmen. Auch wer sein Gemüse gerne bissfest mag, sollte die unterschiedlichen Sorten entsprechend zeitlich abgestimmt in die Suppe geben. Das klingt zwar etwas schwierig, aber mit etwas Erfahrung weiß man schnell, wie lange man welches Gemüse garen muss, um ein optimales Ergebnis zu erzielen. Das Abschmecken erledigt man am besten erst kurz vor dem Servieren, da während des Kochens Flüssigkeit verdunstet. Würzt man zu früh, kann es einem leicht buchstäblich die Suppe versalzen.

Weshalb die Kohlsuppen-Diät besonders gerne verwendet wird: Man/frau kann jederzeit so viel magische Kohlsuppe essen wie gewünscht und deshalb muss niemand hungrig sein. Außerdem lässt der Diätplan sehr viel Raum für eigene Gestaltungsmöglichkeiten, so dass man nie gezwungen ist, etwas zu sich zu nehmen, das man nicht mag.
Wie wissen ja schon: Bei allzu strikten Vorgaben bezüglich der Mahlzeiten ist die Gefahr sehr groß, dass man eine Diät vorzeitig abbricht.

Im Normalfall ist die Kohlsuppendiät auf eine Woche angelegt. Jeden Tag sind als Ergänzung zu der Suppe unterschiedliche Lebensmittel erlaubt. Dadurch wird dafür gesorgt, dass der Körper auch die Nährstoffe erhält, die nicht in der Suppe enthalten sind. Außerdem werden die Mahlzeiten damit etwas aufgelockert, so dass nicht das Gefühl aufkommt, dass man tagein, tagaus das Gleiche essen muss. So kann die Diät nicht so schnell langweilig werden.

Die Diät baut darauf auf, keinerlei Hungergefühl aufkommen zu lassen. Kohlsuppe darf daher jederzeit und in beliebiger Menge verzehrt werden. An allen Tagen sollte ausreichend getrunken werden, am besten 3 Liter (Mineral)wasser ohne Kohlensäure. Alkohol ist verboten, ebenso Limonade (einschließlich Diätlimonade) und gesüßte Obstsäfte. Auf Kaffee und koffeinhaltigen Tee sollte soweit wie möglich ebenfalls verzichtet werden.
Tipp: Jiaogulan-Tee entweder von der frischen Pflanze oder als getrockneter Tee (Reformhaus oder Apotheke)

1. Tag: Obsttag. Neben der Kohlsuppe ist Obst (mit Ausnahme von Bananen und Honigmelonen) in beliebiger Menge erlaubt.

2. Tag: Gemüsetag. Zur Ergänzung darf rohes Gemüse (mit Ausnahme von Mais und Erbsen) gegessen werden. Abends gibt es eine große Pell- oder Ofenkartoffel mit 2 Esslöffeln Magerquark.

3. Tag: Rohkosttag. Rohkost aus Obst und Gemüse ist erlaubt.

4. Tag: Bananentag. Zusätzlich zur Kohlsuppe sollen drei Bananen sowie 250 ml Magermilch oder 250 g fettarmer Joghurt verzehrt werden.

5. Tag: Geflügel- oder Fischtag. Neben 200 g Geflügelfleisch oder magerem Fisch (mit wenig Fett gebraten) sind 6 rohe Tomaten vorgesehen.

6. Tag: Fleischtag. Mageres Steak sowie grünes Gemüse und Salat ohne Dressing sind erlaubt.

7. Tag: Reistag. Zusätzlich zur Kohlsuppe gibt es Vollkornreis, Gemüse nach Wahl und 250 ml frisch gepressten Obstsaft.

... und wenn man/frau weiter machen möchte, kann das Ganze ja fortgesetzt werden.
Aber bitte, wie immer wieder betont, Achtsamkeit auf die eigenen Körpersignale ist oberstes Gebot. Bei Unpässlichkeiten, plötzlichen Abneigungen oder anderen Abweichungen vom üblichen Befinden gilt es die Nahrungsaufnahme zu überdenken und gegebenenfalls mit einem Arzt zu besprechen.

Wir wollen dem Körper ja Gutes tun, ihn mit mehr Energie versorgen und so sollen wir uns auch fühlen.

In diesem Sinne wünsche ich einen frohen, leichten Tag,

Ihre Heidi

 

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