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Trennkost
11.03.2014 08:13

Liebe Leserinnen und Leser,

dieser Blog wir heute ein wenig ausführlicher.

Das Thema Trennkost ist schier unerschöpflich, weil Vieles genau da hinein fließt. Eigentlich alles, was wir bisher gehört/gelesen/geschrieben haben. Auch mein langer täglicher Fasten-Blog hatte viel damit zu tun.

 

Die sogenannte Trennkost gibt es schon seit etwa 80 Jahren, jedoch wurde sie von verschiedenen Ernährungsspezialisten unter verschiedenen Bezeichnungen ständig weiter entwickelt.

Grundsätzlich geht es darum, dass eiweißhaltige und kohlenhydrathaltige Lebensmittel nicht gleichzeitig bei einer Mahlzeit gegessen werden sollen.

Es handelt sich um eine Diät, die von vielen als Methode zur Gewichtsreduktion angesehen wird.
Nach der  "Trennkostlehre" darf generell fast alles gegessen werden, nur wenige Lebensmittel werden ausgenommen, z. B. Hülsenfrüchte. Es werden weder Mengen noch Kalorien gezählt.

Es werden drei Gruppen von Lebensmitteln unterschieden:


Zu den neutralen Lebensmitteln zählen Gemüse, Salate, Avocados, Heidelbeeren, Melonen, Fette, wie Öle, wenige Milchprodukte mit mindestens 60 % Fett, Erdnüsse (obwohl diese keine Nüsse sind, sondern Hülsenfrüchte) und Pilze.


 


Zur Eiweißgruppe zählen Fleisch, Fisch auch Meeresfrüchte, alle Milchprodukte mit einem Fettanteil unter 50 %, Milch, Sauermilchprodukte Joghurt, Quark, Käse, Frischkäse, Weichkäse, Sojaprodukte wie Tofu, die meisten Früchte und Nüsse sowie Eier.


 


Zur Kohlenhydratgruppe gehören Brot und Kuchen aller Art, Weizenmehlprodukte, Roggen, Knäckebrot, Schwarzbrot, Pumpernickel, Weißbrot usw. Nudeln, Kartoffeln, Reis, Süßungsmittel (Zucker, brauner Zucker, Honig, Ahornsirup) und Bananen.


 

Man geht davon aus, dass die Ursache aller Zivilisationskrankheiten in einer Übersäuerung (Azidose) des Körpers liegt, die vor allem durch die gemeinsame Aufnahme von Eiweiß und Kohlenhydraten hervorgerufen werden kann.

Nicht alle Nahrungsmittel werden gleich schnell verdaut. Die Folge können Gärungsprozesse im Dünndarm sein.

Die Verdauungsprozesse sollen aber möglichst störungsfrei ablaufen, da die beteiligten Enzyme so besser an die Nahrung andocken können. Weil das Enzym Ptyalin die volle Wirkung bei der Stärkeaufspaltung entfaltet, wird die Stärke besser in Zwischenprodukte wie Maltose aufgespalten. Ebenso entfaltet das Enzym Pepsin die volle Wirkung bei der Eiweißaufspaltung. Das wiederum führt zu einer schnelleren Darmentleerung.

Die Trennkost nach Hay soll das Säure-Basen-Gleichgewicht im Körper regulieren. Hay ging von einer Übersäuerung des Körpers bei "falscher" Ernährung aus. Nach seinen Richtlinien besteht die Ernährung zu 80 Prozent aus Basenbildnern (Obst, Gemüse, Vollkorngetreide, Mandeln) und nur zu 20 Prozent aus Säurebildnern (Milchprodukte, Fleisch, Fisch, Käse, Weißmehl und Zucker). Außerdem gibt es neutrale Lebensmittel (Butter, kaltgepresste Öle), die mit beiden Gruppen kombiniert werden können. Zwischen den Mahlzeiten soll eine Pause von drei bis vier Stunden liegen.

Eine andere Variante des Prinzips der Trennkost  ist die KFZ-Diät[2], die Fette und Kohlenhydrate trennt, kombiniert mit Elementen aus Low-Carb, die wir ja schon kennen, und Low-Fat.

Auch die Montignac-Methode basiert teilweise auf dem Ansatz der Trennkost.

Die Insulin-Trennkost ist ebenfalls von Hays (dem Begründer der Trennkost) Ansatz inspiriert, hat aber das Ziel, einen scharfen Anstieg des Insulinspiegels zu vermeiden, um den Körperfettabbau zu fördern. Das kennen wir auch schon.

Nun kann sich jede(r) seine eigene Meinung bilden. Klar ist, dass die bisher hier beschriebenen Diäten gar nicht sooo unterschiedlich sind.

Morgen wollen wir uns geeignete Rezepte zur Trennkost ansehen,

Ihre Heidi

 

 

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